GitHub Copilot beim Programmieren: eine späte, aber ehrliche Bestandsaufnahme
Ich nutze Copilot inzwischen seit einer Weile beim Coden. Zeit für eine ehrliche Zwischenbilanz.


Copilot gibt es schon länger, aber ich habe es erst in den letzten Monaten wirklich konsequent in meinen Entwicklungsalltag integriert, gerade beim Schreiben von Custom-Funktionen für WordPress-Projekte.
Was gut funktioniert: sich wiederholende Codemuster, Funktionsgerüste, Kommentare in echten Code umsetzen. Ich tippe „Funktion, die prüft ob ein Nutzer eingeloggt ist und dann X macht" als Kommentar, und Copilot schlägt einen brauchbaren ersten Entwurf vor.
Was nicht gut funktioniert: alles, was tieferes Verständnis der spezifischen Projektlogik braucht. Da schlägt Copilot manchmal Code vor, der syntaktisch korrekt ist, aber inhaltlich am eigentlichen Problem vorbeigeht. Man muss aufpassen, nicht aus Bequemlichkeit Code zu übernehmen, den man selbst gar nicht mehr richtig versteht.
Insgesamt schätze ich, dass es mir bei Routineaufgaben etwa zwanzig bis dreißig Prozent Zeit spart. Nicht revolutionär, aber spürbar, und über ein Jahr gerechnet ziemlich viel zusätzliche Zeit für die Dinge, die wirklich Nachdenken brauchen.
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Konrad Griesser
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999