Mobile First ist bei mir nicht mehr verhandelbar
Ich habe angefangen, Entwürfe zuerst auf dem Handy zu zeigen, nicht mehr auf dem großen Bildschirm im Meeting. Die Reaktionen waren interessant.


Neulich habe ich in einem Kundentermin zum ersten Mal bewusst mit dem Handy-Entwurf angefangen statt mit der Desktop-Ansicht auf dem großen Bildschirm. Der Kunde war kurz irritiert — „zeig doch erstmal, wie es am Computer aussieht" — aber ich bin dabei geblieben, weil die Zahlen mittlerweile eindeutig sind: Ein großer Teil der Besucher kommt über das Smartphone. Bei manchen Branchen sind es mehr als die Hälfte.
Wenn ich ein Design zuerst für den großen Bildschirm baue und dann irgendwie auf klein herunterschrumpfe, wird es fast immer schlechter. Buttons zu klein, Texte zu eng, wichtige Inhalte verschwinden im dritten Scroll. Fange ich dagegen mit dem Handy an, zwingt mich das, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Was muss ein Besucher als Erstes sehen? Wie kommt er am schnellsten zum Kontaktformular oder zur Telefonnummer?
Der Nebeneffekt: Diese fokussierten mobilen Entwürfe sehen danach auch am Desktop meistens aufgeräumter aus. Weniger ist am Ende fast immer mehr — man merkt es nur eher, wenn man auf dem kleinen Bildschirm anfängt.
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Konrad Griesser
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999